Schreib- und Spielwaren Hermann präsentierte neuen Rheintal-Krimi im Kulturhaus Oberwesel

978354828704-niedermeier-waidmanns-grab-buchEine ganz besondere Veranstaltung fand am Donnerstag im Kulturhaus in Oberwesel statt: Schreib- und Spielwaren Hermann präsentierte einen neuen Krimi, der im Mittelrheintal angesiedelt ist.

Der Titel des Buches, das am 7. August im Ullstein-Verlag erschienen ist, lautet „Waidmanns Grab“. Der Autor, Christof A. Niedermeier, stellte seinen Debütroman im Rahmen einer Lesung vor und beantwortete anschließend Fragen des Publikums. Die Veranstaltung stieß auf reges Interesse bei den Krimifans und fand vor ausverkauften Haus statt.

Nach einem Sektempfang kamen die rund 60 Zuhörer in den Genuss verschiedener Kostproben aus dem spannenden Rheintal-Krimi.

lesung-waidmanns-grab-oberweselNeben der herrlichen Landschaft des Mittelrheins als Kulisse hat der Roman eine weitere Besonderheit: Die Hauptfigur, Jo Weidinger, ist kein Polizist oder Privatdetektiv, sondern ein junger, ambitionierter Küchenchef, der sein Restaurant „Waidhaus“ an einer einzigartigen Stelle betreibt – am Loreleyblick Maria Ruh.

Gefragt, wie er auf die Idee eines Kochs als Ermittler gekommen sei, erklärte Niedermeier: „Ich wollte eine Hauptfigur, die in der Region verwurzelt ist und in täglichem Kontakt mit den Menschen im Rheintal steht. Da hat es sich angeboten, eine Figur zu schaffen, die hier lebt und arbeitet. Der Gedanke an die Gastronomie lag somit nahe. Schließlich ist das Mittelrheintal eine der meistbesuchten Regionen in Deutschland.“

lesung-kulturhaus-1Auf Einladung einiger Jäger, die regelmäßig in Jo Weidingers Restaurant zum Essen kommen, nimmt der junge Küchenchef an einer Treibjagd in einem Waldstück in der Nähe der Loreley teil. Dort überschlagen sich die Ereignisse – vor seinen Augen wird einer der Jäger kaltblütig erschossen. Doch während die Polizei noch von einem Querschläger ausgeht, ist Jo sich sicher, der Schuss kam aus der anderen Richtung. Da die Polizei ihm zunächst keinen Glauben schenkt, macht er sich selbst auf der Suche nach dem Täter. Schon bald gibt es den nächsten Toten – wieder trifft es einen Jäger. Nun beginnt ein spannender Wettlauf mit der Zeit – kann Jo Weidinger den Täter aufspüren, bevor er das nächste Mal zuschlägt?

Wie er auf das Rheintal als Kulisse für seinen Krimi gekommen sei, erklärte der gebürtige Regensburger in der anschließenden Fragerunde: „Als ich vor mehr als 25 Jahren zum ersten Mal ins Mittelrheintal gekommen bin, habe ich mich spontan in diese wunderschöne Region verliebt. Und diese Faszination hat mich seither nie mehr losgelassen.“

Niedermeier, der eigentlich in Frankfurt lebt und arbeitet, verbringt den Großteil seiner Wochenenden im Rheintal. „Oberwesel ist so etwas wie meine zweite Heimat geworden“, sagt er und schmunzelt, „deswegen spielt der Ort im Krimi auch eine wichtige Rolle.“ Seine gute Kenntnis der Region ist ihm bei der Auswahl der Schauplätze für seinen Krimi eine große Hilfe. Die Ideen für seine Geschichten findet der Autor meist bei seinen Besuchen vor Ort. „Oft beobachte ich eine Situation oder sehe irgendetwas – und habe spontan den Gedanken, hier könnte ein Mord passiert sein. Solche Einfälle sind meist die besten“, erläuterte der Autor.

lesung-kulturhaus-2Auf die Frage, ob er bereits an einer Fortsetzung arbeite, sagte Niedermeier: „Ich finde es toll, wenn man nicht nur ein Buch Zeit hat, die Geschichte einer Person zu erzählen, sondern den Charakter im Lauf der Zeit weiterentwickeln kann. Deswegen habe ich meine Rheintalkrimis als Serie angelegt und arbeite schon fleißig am nächsten Buch. Aber natürlich hängt es auch davon ab, ob Jo Weidinger bei den Leserinnen und Lesern gut ankommt und sie mehr über ihn erfahren wollen.“

Franziskus Weinert, der Inhaber von Schreib- und Spielwaren Hermann in Oberwesel, der die Premieren-Lesung nach Oberwesel geholt und die Veranstaltung mit organisiert hatte, freute sich über den tollen Zuspruch aus der Region: „Das Buch ist sehr gut angekommen. Trotz Sommerpause hatten wir so viel Nachfrage, dass wir noch zusätzliche Stühle aufstellen mussten.“

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